Gewaltprävention strategisch angehen: im Team!
In nahezu jedem Arbeitsbereich der stationären Jugendhilfe werden bereits Elemente der Prävention umgesetzt.
Häufig ist Gewaltprävention aber nicht das vorrangige Ziel, sondern ein zufälliges Nebenprodukt. Dadurch ist die Wirkung von Gewaltprävention nur schwer nachvollziehbar. Auch die Ressourcen bleiben unbewusst, z.B. die besondere Qualifikation einer Fachkraft oder günstige räumliche Gegebenheiten. Daher können erreichte gewaltvermindernde Ergebnisse oftmals nicht nachhaltig gesichert werden.
Spezifische und strategische Maßnahmen der Prävention können dabei helfen, Gewalt auf Dauer zu verringern. Das geht nur, wenn das Team mit im Boot ist, Ideen partizipativ entwickelt und mitträgt.
Wir unterstützen Sie bei diesem Prozess vor Ort in Ihrer Einrichtung – praxisnah.
Prävention muss bedarfsgerecht sein
Da die Ausgangslage in den Einrichtungen sehr unterschiedlich ist, muss Prävention auf die jeweilige WG bedarfsgerecht angepasst werden. Nur so hat sie nachweislich und auch nachhaltig Erfolg. Ergo: Es gibt für Prävention kein Standard-Programm und braucht Beteiligung von jungen Menschen und der Fachkräfte. Ein Rahmenschutzkonzept entfaltet erst dann Wirkung, wenn es auf die Herausforderungen des täglichen Arbeitens angepasst wird und die Haltung des Teams widerspiegelt.
Aus diesem Grund bedarf es einer individuellen und kontinuierlichen Auseinandersetzung mit dem Thema.
Fortbildungen, die KINDESWOHL und HANDLUNGSSICHERHEIT groß schreiben
Als Team des Kinderschutzbundes Landesverband Sachsen haben wir zuvorderst das Kindeswohl im Blick und schauen darauf, wie sichere Orte für Kinder und Jugendliche entstehen können. Dabei arbeiten wir strukturiert anhand Ihres Gewaltschutzkonzeptes.
Und zwar ausgehend von Ihren Bedingungen vor Ort, Ihrer konkreten Fragestellungen zum Gewaltschutzkonzept nach &45 SGB VIII und ihrem Arbeitsschwerpunkt.
Wir schauen mit Ihnen gemeinsam auf die Ursachen von wiederkehrenden Gewaltsituationen in Ihrer Einrichtung und versuchen, mittels Fallarbeit Lösungswege zu erarbeiten, eskalierende Konflikte beziehungsförderlich zu lösen.
Dabei sind Sie und Ihre Mitarbeitenden, Ihr Wissen, Ihr Können und Ihre gewaltfreie Haltung essentiell.
Sie sind in Ihrem Handeln Vorbild für Kinder und Jugendliche sowie Ihre Kolleg_innen.
Darum ist es uns ein Anliegen, Sie in Ihrer konkreten Einrichtung handlungssicher zu machen und Sie bei der Reflexion von Gewaltwahrnehmungen zu unterstützen.
Dabei lenken wir auch bewusst den Blick auf die Ressourcen, die in Ihrer Einrichtung/ihrem Angebot stecken und arbeiten Risiken heraus, die Gewalt fördern.
Wir erarbeiten gemeinsam Ansätze, wie Sie nachhaltig in die Umsetzung ihrer gewaltpräventiven Vorhaben kommen.
Das können Sie erwarten:
- Konkrete, individuelle Klärung Ihres Anliegens
- Bedarfsgerechte Lösungsentwicklung für Ihre täglichen Herausforderung
- Einen ressourcenorientierten Blick von außen auf Ihr Angebot/
Ihre Einrichtung und Ihr Team
Wozu wir nicht fortbilden bzw. beraten
- Selbstverteidigung in Gefahrensituation
- Maßnahmen zur akuten Gefahrenabwehr
- Direkte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, z.B. Schulungen zu Sozialkompetenz (wir vermitteln aber!)
Wie bucht man ein Inhouse?
- Sie kontaktieren uns mit Ihrem konkreten thematischen Anliegen
- Wir klären gemeinsam Inhalte, Zeit und Ort
- Wir kommen zu Ihnen (mehrmals) ins Haus
Was sind Ihre Vorteile bei einem Inhouse?
- Sie sparen die kostbare Zeit Ihrer Mitarbeiter_innen für An- und Abfahrt und damit auch Geld
- ein wesentlicher Erfolgsfaktor von Präventionsprozessen ist Kommunikation im Team. Eine Fortbildung vor Ort erlaubt Ihnen am Ort des Geschehens eine tiefgreifende Reflexion ihrer Ressourcen
- kann Teambuildingprozesse erleichtern
- alles, was gesagt wird, bleibt in Ihrem Haus