Fortbildungen, Workshops und Fachtage in der Gewaltprävention

Fachtag Gewaltprävention

Der Fachtag hebt die Bedeutung sexueller und geschlechtlicher Selbstbestimmung für junge Menschen in stationären Wohnformen heraus. Fachkräfte tragen hier eine besondere Verantwortung: Sie müssen Schutz im Alltag und ihren pädagogischen Konzepten gewährleisten, Vielfalt anerkennen und Räume schaffen, in denen Jugendliche ihre Identität sicher entwickeln können.


Zentraler Bezugspunkt ist SGB VIII § 9, der die Kinder- und Jugendhilfe verpflichtet, die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen zu berücksichtigen, die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern und junge Menschen in ihrer Selbstbestimmung zu stärken. Diese gesetzliche Grundlage unterstreicht, wie wichtig eine fachlich fundierte, diskriminierungssensible und empowernde Haltung im pädagogischen Alltag ist.


Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, mit jungen Menschen offen, respektvoll und alltagsnah über Sexualität, Grenzen, Beziehungen und Vielfalt ins Gespräch zu kommen.


Ziele

  • Sicherheit im Umgang mit Sexualität, geschlechtlicher Vielfalt und queeren Lebensweisen gewinnen
  • Rechte von jungen Menschen stärken und Schutz gewährleisten
  • Sexualpädagogische Konzepte weiterentwickeln
  • Methoden kennenlernen, um im Alltag über Sexualität, Grenzen und Beziehungen ins Gespräch zu kommen

Zielgruppe

Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere aus stationären und teilstationären Einrichtungen, Fachberatungen, Jugendämter, Multiplikator*innen.

Teilnahmegebühr & Ort
 99,00 Euro (inklusive Verpflegung) in Dresden

 

Mehr Infos und Voranmeldung:
gewaltprävention@kinderschutzbund-sachsen.de

Hilfeplangespräche beteiligungsorientiert gestalten

Hilfeplangespräche sind in den Hilfen zur Erziehung Routine – und gleichzeitig entscheidend für den weiteren Hilfeverlauf. Damit junge Menschen nicht nur „dabei sind“, sondern wirklich mitgestalten können, braucht es eine beteiligungsorientierte Vorbereitung und Durchführung.

In unserem Workshop zeigen wir, wie Sie die Interessen und den Willen der jungen Menschen in allen Phasen des Hilfeplangesprächs berücksichtigen. Sie erhalten praxisnahe Methoden und Materialien, die Sie direkt in Ihrer Arbeit einsetzen können.

24. Juni 2026 | 9:00–12:30 Uhr | Online via Zoom

Inhalte:

  • Rechtliche Grundlagen
    & Prinzipien partizipativer Hilfeplangespräche
  • Machtungleichgewichte
    erkennen und vermeiden
  • Methoden und Materialien
    zur Vorbereitung mit jungen Menschen

Zielgruppe: Fachkräfte und Leitungspersonen in
stationären Hilfen zur Erziehung
Kosten: 20 € pro Person

Jetzt anmelden und Beteiligung stärken!

Modulreihe: Schritt für Schritt zum Schutzkonzept in der stationären Jugendhilfe

Nicht nur seit dem neuen UBSKM-Gesetz und den Änderungen im SGB VIII (§ 74, § 79a) sind alle Einrichtungen verpflichtet, wirksame Schutzkonzepte zu entwickeln, umzusetzen und regelmäßig zu überprüfen. Das Ziel: Kinder und Jugendliche in stationären Hilfen zur Erziehung wirksam vor Gewalt schützen.

Unsere Lösung: Die Modulreihe
Die Umsetzung ist komplex – wir begleiten Sie! In acht praxisnahen Modulen erhalten Leitungspersonen und Fachkräfte Input, Struktur und Austauschmöglichkeiten. Gemeinsam schaffen wir sichere Räume für junge Menschen.

Ihre Vorteile:

  • Schritt-für-Schritt-Anleitung für ein umfassendes Schutzkonzept
  • Fachlicher Austausch mit anderen Einrichtungen in Sachsen
  • Praxisnahe Bausteine und Empfehlungen für externe Prozessberatung

Termine & Teilnahme:

  • Start: 18. März 2026
  • 8 Module, jeweils 9:00–12:30 Uhr, online via Zoom
  • Kosten: 20 € pro Termin/Person
  • Anmeldung: Für alle Bausteine, Ratenzahlung möglich

Module im Überblick:

  1. Einstieg ins Gewaltschutzkonzept
  2. Grundlagen familiärer & institutioneller Kinderschutz
  3. Handlungsleitfäden & Best Practices
  4. Verhaltenskodex
  5. Prävention – Mitarbeitende im Fokus
  6. Prävention – Beteiligung junger Menschen
  7. Beschwerde als Organisationskultur
  8. Kooperation & Vernetzung

Der Prozess ist komplex. Die Bausteine sind erster Schritt gedacht, den Prozess zu strukturieren. Wir empfehlen in jedem Fall eine externe Prozessberatung für Schutzkonzepte für den gesamten Prozess oder einzelne Bausteine. Diese können wir Ihnen über den Kinderschutzbund vermitteln.

 

Jetzt anmelden und gemeinsam Schutz gestalten!

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